(Deutsche) Wohnen ist ein Thema in der ganzen Stadt

In der letzten Zeit sind erneut zahlreiche Artikel erschienen, die die Deutsche Wohnen und die Situation des Berliner Mietmarktes beobachten. 

 

So widmete der Tagesspiegel dem Thema Deutsche Wohnen eine Doppelseite mit folgenden Artikeln:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/immobiliengesellschaft-deutsche-wohnen-erst-aufwendig-sanieren-dann-die-miete-drastisch-erhoehen/20425802.html

 

http://www.tagesspiegel.de/berlin/deutsche-wohnen-in-berlin-110-000-wohnungen-110-000-renditeobjekte/20425844.html

 

Auch die Presse im Bezirk berichtet weiterhin intensiv über die Lage in Steglitz-ZehlendorfArtikel Berliner Woche vom 8.10.2017 zur Situation in Südende.

 

In der Berliner Zeitung wurde am 10.10.2017 über die Situation der bundeseigenen Wohnungen berichtet: https://www.berliner-zeitung.de/berlin/immobilien-in-berlin-bund-will-mehrere-grundstuecke-gewinnbringend-verkaufen-28557280 

 

und auch die Deutsche Wohnen war ein Thema:

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/prenzlauer-berg-bewohner-trauen-der-deutsche-wohnen-nicht-ueber-den-weg-28563106

 


Mieterumfrage der Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen hat jetzt wohl als Imagekampagne berlinweit an alle Mieter*innen Fragebögen mit äußerst verwunderlichen teils sehr persönlichen Fragen (Beispiele nach Bildungsgrad, Alter, Vorlieben für Designermöbel u.Ä.) geschickt. Zielvorstellung sollte angeblich die Ermittlung von Mieterwünschen und ihre Zufriedenheit sein. Ein warmer Dank für die Treue ihrer Mieter*innen leitete das Ganze ein.  Die freiwillige Teilnahme ist mit einem Gewinnspiel verbunden, bei dem es ein paar Einkaufsgutscheine zu gewinnen gibt. Anonymität ist da dann nicht mehr gegeben. 

Wir haben das Schreiben nicht gleich in die Tonne getreten, sondern mit einen Brief an die Zentrale geantwortet: (s. Schriftverkehr).

Die Kommunikationsabteilung der DW hat sich auch gleich freundlich gemeldet und eine Berücksichtigung unserer Anliegen nach Auswertung angekündigt.

Da sind wir sehr gespannt. 


6. September 2017 um 19:15 Uhr

Vereinsheim Hertha 03 (Golden Goal) Onkel-Tom-Str.52-54

BürgerInnengespräch zur Bundestagswahl

Politische Diskussion über die Mietsituation in Berlin Südwest

 

Anwesende Politiker*innen Thomas Heilmann (CDU), Urban Aykal (Grüne), Franziska Brychy (Linke), Irene Köhne (SPD), Sebastian Czaja (FDP).

Die Moderation teilten sich die MieterInnen Südwest und Dr. Andrej Holm (Stadtsoziologe). 

 

Es war eine angeregte Diskussion, aus der die Politiker viel für ihre Arbeit mitnehmen konnten.


Einwohnerantrag auf Milieuschutz - Jede Unterschrift zählt

Es konnten schon etliche Unterschriften für den Antrag auf Milieuschutz gesammelt werden. Jeder kann und sollte mitmachen. Ganz einfach ins Reisebüro in der Ladenstraße bis kommenden Sonntag kommen. Oder den Antrag per E-Mail anfordern:  

                                                                                 mieterinnen.sw.berlin@gmail.com 

Britta und Heidemarie sammeln die ersten

100 Unterschriften auf dem Markt am

U-Bahnhof Onkel Toms Hütte


Demo vor der Deutsche Wohnen am 2.6.2017


MieterInnen Südwest

Die Besorgnis erregende Entwicklung der Wohnungssituation hat uns dazu veranlasst, eine alte Initiative wieder aufleben zu lassen und unter diesem neuen Logo für den ganzen Bezirk Steglitz-Zehlendorf zu öffnen.

 

  • Wir wollen öffentlich machen, dass auch im angeblich so wohlhabenden Bezirk noch über 72 Prozent der Bewohner zur Miete wohnen, deren Einkommen und Renten oft nicht mit den gesetzlich möglichen Mietsteigerungen mithalten können.
  • Wir wollen auf Bezirksebene Milieuschutz und Leerstandsbeseitigung anmahnen und als ständige Gäste im Stadtplanungsausschuss und in der BVV alle Aktivitäten kritisch begleiten, die teures Eigentum planen und schützen.
  • Wir erarbeiten Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl und fordern von einer neuen Regierung eine bisher nicht realisierte Mietrechtsnovelle für einen besseren Mieterschutz und die ersatzlose Streichung des Modernisierungsparagraphen 559, der ein ausgewogenes Verhältnis von Vermieter- und Mieterrechten außer Kraft setzt zu Lasten der Mieter. Oft ist Verdrängung und Zerstörung der gewachsenen Sozialstruktur die Folge.
  • Wir setzen uns für einen Mietspiegel ein, der in erster Linie eine Schutzfunktion für Bestandsmieter vor einem wild gewordenen Immobilienmarkt erfüllt und nicht nur ein legaler Garant für ständige Mieterhöhungen ist.
  • Wir werden - immer und überall - anmahnen, dass Artikel 14 unserer Verfassung nicht nur Eigentum schützt, sondern auch zu einer Sozialbindung verpflichtet.
  • Wir setzen uns für den Erhalt des Bestands von kleinen, dringend gebrauchten, bezahlbaren Wohnungen in den Siedlungen der Zwischenkriegszeit ein. Es ist in Zeiten des Wohnungsmangels nötig, sie den Geschäftsmodellen von Finanzinvestoren zu entziehen und gemeinnützig zu bewirtschaften.

 

Wir möchten alle, die diese Ansichten teilen und bereit sind, mit weiteren Ideen sich uns tatkräftig anzuschließen, zu einer Gründungsversammlung unserer neuen, den ganzen Bezirk verbindenden Mieterinitiative herzlich einladen.

Die Veranstaltung hat am Dienstag, den 23. Mai um 19 Uhr im Kiezladen im U-Bahnhof Onkel-Toms-Hütte (Nordseite) stattgefunden.

Wenn Sie mitmachen wollen, schicken Sie uns bitte eine Email.


Als die Deutsche Wohnen Management GmbH am 25.01.2017 eine Ankündigung der vorgesehenen Modernisierungsmaßnahmen für Wohnungen in der Onkel-Tom-Straße und Argentinischen Allee schickte, ging ein Aufschrei durch die Siedlung. 

Es trafen sich mehrere 100 AnwohnerInnen am 22.2.2017, um sich darüber beraten zu lassen, wie die Rechtslage ist, wie der Mieterverein dazu steht und welche Handlungsmöglichkeiten bestehen.

Es gab eine Unterschriftensammlung, weitere kleine Treffen, Gespräche mit anderen Initiativen und schließlich fanden sich einige Mitstreiter_Innen, die unter dem Namen MieterInnen Berlin Südwest  gegen diese und andere Maßnahmen zur Mietsteigerung aktiv sein wollen. Dies ist die dazugehörige Website.

 


MieterInnen Südwest

Etwa dreißig MieterInnen und ein Mops versammelten sich am 23. Mai im Kiezladen der Ladenstraße im U-Bahnhof Onkel-Toms-Hütte zur Gründungsversammlung einer neuen MieterInneninitiative.

Die Besorgnis erregende Entwicklung der Wohnungssituation hat sie dazu veranlasst, eine alte Initiative wieder aufleben zu lassen und mit einem neuen Logo für den ganzen Bezirk Steglitz-Zehlendorf zu öffnen.

 

Die neue Initiative, hinter der bis jetzt etwa zweihundert SympathisantInnen stehen, will öffentlich machen, dass trotz der positiven statistischen Sozialbilanz noch über 72 Prozent der Bewohner zur Miete wohnen, deren Einkommen und Renten oft nicht mit den gesetzlich möglichen Mietsteigerungen mithalten können.

Nicht zuletzt die im Bezirk aktiven großen Finanzinvestoren Deutsche Wohnen und Vonovia, die zusammen mit etwa 17,5 Tausend Wohnungen vertreten sind, sorgen mit ihrem Geschäftsprinzip der Renditeoptimierung zu Lasten der MieterInnen für ständige Aufregung.

Da sich weitgehend alles im Rahmen geltender Gesetze bewegt, muss das Mietrecht auf Bundesebene hier eingreifen und den Wildwuchs der sogenannten "freien Marktwirtschaft"

eindämmen. Dafür und für eine MieterInnen zugewandte Blickrichtung in der Bezirksverwaltung werden sich die "MieterInnen Südwest" einsetzen.

Denn auch zur Miete Wohnende leben gern in diesem Bezirk und wollen nicht ständig durch das Damoklesschwert Mietspiegel oder "Energetische Modernisierung" bedroht werden. Mieterverdrängung ist hier seit etlichen Jahren eine traurige Realität. 

Ein erstes Ergebnis:

Die Doppelkastenholzfenster werden nicht durch Isolierglasfenster ersetzt, sondern sollen aufgearbeitet werden !

Damit ist zumindest ein Teil der mietpreiserhöhenden Maßnahmen abgewehrt.

(angekündigt wurden 54,47€ monatlich bei einer 49qm Wohnung)

Den betroffenen Mietern wurde dieses aber nicht mitgeteilt. Nur durch die Tätigkeit von Frau v. Boroviczeny ist dies bekannt geworden. Hier finden Sie die Email dazu.